Industriestrompreis vs. Eigenproduktion: Vergleich der Wirtschaftlichkeit

Der geplante Industriestrompreis bietet nur kurzfristige Entlastung. PV-Eigenproduktion senkt Ihre Stromkosten hingegen langfristig auf 3–6 ct/kWh.
Moritz Kork
December 15, 2025
15.12.2025
6
min. Lesezeit

Wie können energieintensive Unternehmen in Deutschland ihre Stromkosten langfristig senken? Der geplante Industriestrompreis der Bundesregierung verspricht kurzfristige Entlastung, doch ist er wirklich die beste Lösung? Die Antwort lautet: Nein. Unternehmen sollten lieber auf die Eigenproduktion von Solarstrom setzen und sich langfristig planbare Energiekosten sichern. 

Elevion Green unterstützt Industrieunternehmen dabei, ihre Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen und nachhaltig Kosten zu senken. 

Das Thema kurz und kompakt

  • Industriestrompreis als Übergangslösung: Die Bundesregierung plant einen subventionierten Strompreis von etwa 5 Cent pro Kilowattstunde für energieintensive Unternehmen, befristet auf drei Jahre (2026–2028).
  • Steigende Energiepreise belasten die Wettbewerbsfähigkeit: Seit 2020 sind die Stromkosten für Industrieunternehmen in Deutschland deutlich gestiegen. Der Durchschnitt lag 2024 bei 16,77 ct/kWh.
  • Eigenproduktion durch Photovoltaik bietet Unabhängigkeit: Gewerbliche Solaranlagen amortisieren sich in 5–7 Jahren und liefern danach für über 20 Jahre kostengünstigen Strom.
  • Elevion Green als Partner für Ihre Energiewende: Mit über 500 MWp installierter Leistung pro Jahr und unserem bewährten 3+1-Prozess begleiten wir Sie von der Wirtschaftlichkeitsberechnung bis zur Wartung – für langfristige Planungssicherheit.

Warum steigt der Strompreis für die Industrie?

Die Strompreise für deutsche Industrieunternehmen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – ein Trend, der die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zunehmend belastet. Das liegt vor allem an der Energiekrise, steigenden Kosten für den Ausbau der Stromnetze und den CO₂-Preisen, die fossile Energie verteuern und den Druck auf die Industrie erhöhen.

Experten gehen davon aus, dass die Energiepreise nicht mehr auf das Niveau vor 2020 sinken werden. Zum einen erfordert die Transformation zu erneuerbaren Energien massive Investitionen, die sich in den Stromkosten niederschlagen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Strom durch die Elektrifizierung von Industrie und Verkehr. Entsprechend steht die Wirtschaft vor der Herausforderung, zwischen kurzfristigen Vergünstigungen durch Subventionen und langfristigen Lösungen durch Eigenproduktion zu wählen.

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Was plant die Bundesregierung zur Begrenzung des Industriestrompreises?

Die Bundesregierung plant einen subventionierten Industriestrompreis, der ab Januar 2026 in Kraft treten soll. Das Kernstück: Energieintensive Unternehmen sollen für einen Teil ihres Stromverbrauchs einen staatlich gestützten Preis von etwa 5 Cent pro Kilowattstunde zahlen; die Maßnahme ist dabei auf drei Jahre befristet (2026–2028). Die Bundesregierung verspricht sich davon eine Entlastung der deutschen Industrie und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich.

Allerdings gelten für den sogenannten Brückenstrompreis verschiedene Einschränkungen:

  • Der subventionierte Preis gilt nur für maximal 50 % des Stromverbrauchs.
  • Nur Unternehmen auf der „Carbon Leakage-Liste” der EU sind berechtigt (etwa 2.000 Betriebe in Deutschland aus Branchen wie Chemie, Metall, Glas und Papier).
  • Mindestens die Hälfte der eingesparten Kosten muss in Dekarbonisierungsmaßnahmen reinvestiert werden.
  • Die Förderung ist auf drei Jahre begrenzt – ohne Garantie auf Verlängerung.

Während der Industriestrompreis nur eine befristete Übergangslösung darstellt, bietet die Eigenproduktion von Solarstrom langfristige Planungssicherheit über Jahrzehnte. Unternehmen, die jetzt in gewerbliche Photovoltaikanlagen investieren, machen sich unabhängig von politischen Entscheidungen und schaffen eine stabile Grundlage für ihre Energieversorgung.

Deutscher Bundestag mit Spree im Vordergrund

Photovoltaik Eigenproduktion als strategische Alternative

Die Investition in eine gewerbliche PV-Anlage schafft echte Unabhängigkeit. Unternehmen machen sich unabhängig von Marktpreisschwankungen, politischen Entscheidungen und befristeten Subventionen. Nach einer typischen Amortisationszeit von 5 bis 7 Jahren produziert die Anlage für weitere 20 bis 25 Jahre nahezu kostenlosen Strom. Im Vergleich zum Industriestrompreis, der nach drei Jahren ausläuft, bietet die Eigenproduktion langfristige Planungssicherheit.

Die Eigenproduktion passt außerdem perfekt zur Energiewende: Unternehmen, die heute in Photovoltaik investieren, positionieren sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Sie erfüllen zunehmend wichtige ESG-Kriterien, verbessern ihr Image und können ihre CO₂-Bilanz signifikant reduzieren. Gleichzeitig sichern sie sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten, die weiterhin von teurem Netzstrom abhängig bleiben.

Maßnahme Investitionskosten Kosteneinsprung Eigenverbrauch
Industriestrompreis keine gering null
PV-Anlage mittel/hoch hoch ca. 50 %
PV-Anlage + Speicher hoch sehr hoch ca. 80 %

Die Tabelle verdeutlicht, dass Photovoltaik bei Investitionskosten, Kosteneinsparung und Eigenverbrauch deutlich besser abschneidet als der Industriestrompreis.

Industriestrompreis vs. Eigenproduktion – was rechnet sich wirklich?

Ein direkter Vergleich zeigt deutlich: Die Eigenproduktion durch Photovoltaik ist langfristig die wirtschaftlich sinnvollere Option. Beim Industriestrompreis zahlen berechtigte Unternehmen ab 2026 etwa 5 ct/kWh für maximal 50 % ihres Verbrauchs – und das nur für drei Jahre. Danach droht die Rückkehr zu aktuellen Marktpreisen. 

Bei der Eigenproduktion durch Photovoltaik liegen die Gestehungskosten hingegen bei 3 bis 6 ct/kWh, und das über die gesamte Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren. Hinzu kommen weitere Vorteile der Eigenproduktion: keine Abhängigkeit von politischen Entscheidungen, keine Bürokratie bei der Beantragung von Subventionen und die Möglichkeit, überschüssigen Strom über die Direktvermarktung zu verkaufen. Zudem können Unternehmen ihre Anlage durch Batteriespeicher ergänzen und so den Eigenverbrauch weiter maximieren.

Lassen Sie sich von Elevion Green eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für Ihr Unternehmen erstellen – inklusive Amortisationszeit, Einsparpotenzial und ROI-Analyse.

Praxisbeispiel: Tiernahrung herstellen mit Sonnenenergie

Ein überzeugendes Beispiel für erfolgreiche Eigenproduktion ist das Unternehmen Denkavit, ein führender Hersteller von Tiernahrung. Elevion Green realisierte für Denkavit eine maßgeschneiderte Photovoltaikanlage, die den hohen Energiebedarf des Produktionsstandorts nachhaltig deckt. Die Anlage wurde optimal auf das spezifische Lastprofil des Unternehmens abgestimmt, das besonders während der Produktionszeiten einen konstant hohen Strombedarf aufweist.

Die Installation erfolgte nach dem bewährten 3+1-Prozess von Elevion Green: von der detaillierten Bedarfsanalyse über die professionelle Planung und Installation bis zur langfristigen Wartung. Das Ergebnis überzeugt:

  • Eigenverbrauchsrate von über 85 % dank optimaler Abstimmung auf das Lastprofil.
  • Jährliche Stromeinsparung von mehreren zehntausend Euro.
  • Signifikante Reduktion des CO₂-Ausstoßes und Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz.
  • Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen für die nächsten Jahrzehnte.

Denkavit profitiert nicht nur von niedrigeren Energiekosten, sondern auch von einem gestärkten Image als nachhaltiges Unternehmen – ein Wettbewerbsvorteil, der bei Kunden und Geschäftspartnern zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Gewerbliche PV-Anlage zur Eigenproduktion von Solarstrom auf den Dächern der Produktionsanlagen von Denkavit

Fazit: Eigenproduktion ist langfristig sinnvoller als der Industriestrompreis

Der geplante Industriestrompreis der Bundesregierung mag kurzfristig Entlastung bringen, ist aber keine nachhaltige Lösung für die Industrie. Die auf drei Jahre befristete Subventionierung schafft keine Planungssicherheit und gilt zudem nur für maximal 50 % des Stromverbrauchs. Nach Ablauf der Förderung droht die Rückkehr zu volatilen Marktpreisen, die Abhängigkeit bleibt also bestehen. 

Demgegenüber bietet die Eigenproduktion von Solarstrom eine strukturelle, langfristige Lösung: Mit Gestehungskosten von 3 bis 6 ct/kWh und einer Amortisationszeit von 5 bis 7 Jahren schafft Photovoltaik echte Unabhängigkeit von Preisschwankungen, politischen Entscheidungen und dem Energiemarkt.

Elevion Green unterstützt Industrieunternehmen dabei, den Schritt zur Energieunabhängigkeit zu gehen. Von der ersten Bedarfsanalyse über die Installation bis zur langfristigen Wartung bieten wir nachhaltige Energielösungen aus einer Hand. Wir beraten Sie individuell zu Wirtschaftlichkeit, Fördermöglichkeiten und einer optimalen Dimensionierung für Ihren Standort.

FAQ

Was kostet 1 kWh Strom für die Industrie?

Im Jahr 2024 lag der durchschnittliche Industriestrompreis in Deutschland bei 16,77 ct/kWh. Dieser Preis variiert je nach Unternehmensgröße, Verbrauchsmenge und individuellen Verträgen. Zum Vergleich: Mit einer eigenen Photovoltaikanlage liegen die Stromgestehungskosten bei lediglich 3 bis 6 ct/kWh über die gesamte Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren.

Wer bekommt den Industriestrompreis?

Berechtigt sind etwa 2.000 Unternehmen in Deutschland, die auf der sogenannten „Carbon Leakage-Liste" der EU stehen. Dazu zählen besonders energieintensive Branchen wie die Chemie-, Metall-, Glas- und Papierindustrie. Diese Unternehmen müssen zudem mindestens die Hälfte der eingesparten Kosten in Dekarbonisierungsmaßnahmen reinvestieren, um die Förderung zu erhalten.

Wo liegt der aktuelle Industriestrompreis?

Der aktuelle Industriestrompreis liegt bei durchschnittlich 16,77 ct/kWh (Stand 2024). Dieser Wert ist deutlich höher als vor der Energiekrise 2020 und unterliegt weiterhin starken Schwankungen. Experten gehen davon aus, dass die Strompreise auch langfristig volatil bleiben und nicht mehr auf das frühere Niveau sinken werden.

Wie hoch ist der geplante Industriestrompreis?

Die Bundesregierung plant einen subventionierten Brückenstrompreis von etwa 5 ct/kWh für energieintensive Unternehmen. Dieser gilt ab Januar 2026 für maximal 50 % des Stromverbrauchs und ist auf drei Jahre befristet (2026–2028). Nach Ablauf der Förderung droht die Rückkehr zu den dann gültigen Marktpreisen ohne Planungssicherheit.

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