Agri-PV: Lohnt sich Solarenergie in der Landwirtschaft?

Agri-Photovoltaik revolutioniert die Art, wie Landwirtschaftsbetriebe ihre verfügbaren Flächen nutzen. Statt zwischen Nahrungsmittelproduktion und Energiegewinnung wählen zu müssen, ermöglicht die innovative Technologie eine effiziente Doppelnutzung.
Die Vorteile gehen dabei weit über eine zusätzliche Einnahmequelle hinaus: Agri-PV schützt Kulturen vor Wetterextremen, reduziert Wasserverdunstung und kann sogar die Erträge bestimmter Pflanzen steigern. Mit Stromgestehungskosten zwischen 6 und 8 Cent pro Kilowattstunde bietet Agri-PV zudem eine wirtschaftlich attraktive Alternative zu herkömmlichen Energiequellen. Elevion Green unterstützt Landwirtschaftsbetriebe dabei, das volle Potenzial ihrer Flächen durch maßgeschneiderte Agri-PV-Lösungen zu erschließen – von der ersten Beratung bis zur langfristigen Betreuung der Anlage.
Das Thema kurz und kompakt
- Doppelte Flächennutzung: Agri-PV ermöglicht die gleichzeitige Produktion von Nahrungsmitteln und Solarstrom auf derselben Fläche und steigert so die Effizienz landwirtschaftlicher Betriebe erheblich.
- Schutz und Ertragssteigerung: Die Solarmodule bieten einen natürlichen Schutz vor Wetterextremen wie Hagel, Starkregen und extremer Hitze, während sie gleichzeitig die Wassereffizienz durch reduzierte Verdunstung verbessern.
- Wirtschaftliche Vorteile: Landwirtschaftsbetriebe erschließen durch Agri-PV eine zusätzliche, planbare Einnahmequelle, während sie ihre landwirtschaftliche Tätigkeit uneingeschränkt fortsetzen können.
- Verlässlicher Partner: Elevion Green unterstützt Sie bei der Umsetzung Ihrer Agri-PV-Anlage – von der ersten Analyse Ihres Betriebs über die Genehmigung bis zur Installation. Jetzt Kontakt aufnehmen.
Was versteht man unter Agri-Photovoltaik?
Agri-Photovoltaik (kurz Agri-PV) bezeichnet die Kombination aus landwirtschaftlicher Flächennutzung und Stromerzeugung durch Solarenergie. Das Grundprinzip ist dabei denkbar einfach: Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen werden Solarmodule so installiert, dass sie gleichzeitig der Stromproduktion und dem Schutz von Pflanzen und Tieren dienen. Diese Doppelnutzung ermöglicht es Landwirtschaftsbetrieben, ihre begrenzte Fläche optimal zu verwerten.
Agri-PV-Systeme tragen dabei nicht nur zur Energiewende bei, sondern eröffnen Landwirtschaftsbetrieben außerdem eine zusätzliche Einnahmequelle. In manchen Fällen kann der Schutzeffekt der Module sogar die Erträge bestimmter Lebensmittel (z.B. Beerenobst) steigern.
Wie kann Agri-PV eingesetzt werden?
Die Wahl des richtigen Agri-PV-Systems hängt von Faktoren wie der Art der Bewirtschaftung, den klimatischen Gegebenheiten, der verfügbaren Fläche und den Investitionsmöglichkeiten ab. Die drei Hauptvarianten unterscheiden sich in ihrer Bauweise, ihren Kosten und ihren spezifischen Vorteilen für verschiedene Anwendungsbereiche.
Hochaufgeständerte Agri-PV-Anlagen
Hochaufgeständerte Agri-PV-Anlagen sind die technologisch anspruchsvollste Variante der Agri-Photovoltaik. Bei diesem System werden die Solarmodule in einer Höhe von mindestens 2 Metern über dem Boden installiert.
Das besondere Merkmal hochaufgeständerter Systeme liegt in ihrer minimalen Beeinträchtigung des landwirtschaftlichen Betriebs. Ackerkulturen wie Getreide, Mais oder Soja können weiterhin mit herkömmlichen Landmaschinen bewirtschaftet werden, da die Durchfahrtshöhe und Pfostenabstände entsprechend dimensioniert sind. Gleichzeitig bieten die PV-Module wertvollen Schutz vor Hagelschäden, extremer Sonneneinstrahlung und Starkregen.

Bodennahe Agri-PV-Anlagen
Bodennahe Agri-PV-Anlagen zeichnen sich durch ihre geringere Installationshöhe aus und sind eine kostengünstigere Alternative zu hochaufgeständerten Systemen. Bei dieser Variante befinden sich die Solarmodule in deutlich geringerer Höhe über dem Boden, wodurch die landwirtschaftliche Nutzung hauptsächlich in den Bereichen zwischen den Modulreihen stattfindet.
Der große Vorteil bodennaher Systeme liegt in ihren reduzierten Anschaffungskosten und ihrer harmonischeren Integration ins Landschaftsbild. Sie eignen sich besonders gut für Kulturen wie Beerenobst, bestimmte Gemüsesorten oder Kräuter, die von der partiellen Beschattung sogar profitieren können. Auch für die Weidehaltung von Schafen oder Ziegen ist diese Agri-PV-Technologie ideal geeignet, da die Tiere zwischen und unter den Modulen grasen können.

Vertikale Agri-PV-Anlagen
Vertikale Agri-PV-Anlagen stellen eine besonders platzsparende Lösung dar, bei der die Solarmodule senkrecht an speziellen Gestellen montiert werden. Diese innovative Bauweise eignet sich hervorragend für kleinere landwirtschaftliche Betriebe oder spezielle Anwendungsbereiche, wo horizontale Flächen begrenzt verfügbar sind.
Das Besondere an vertikalen Systemen ist ihre vielseitige Einsetzbarkeit und ihre effiziente Flächennutzung. Im Weinbau können sie beispielsweise als zusätzliche Rankhilfen oder Abgrenzungen zwischen den Rebzeilen dienen, während sie gleichzeitig Strom produzieren. Ein großer Vorteil vertikaler Module ist zudem ihre optimale Ausnutzung der Sonneneinstrahlung zu verschiedenen Tageszeiten.
Welche Vorteile bietet Photovoltaik in der Landwirtschaft?
Agri-Photovoltaik bietet Landwirten weit mehr als nur eine zusätzliche Einnahmequelle. Die innovative Technologie schafft messbare Vorteile für die landwirtschaftliche Produktion und trägt gleichzeitig zu einer nachhaltigen Energieversorgung bei.
Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen
Während herkömmliche Solarparks landwirtschaftliche Flächen der Nahrungsmittelproduktion entziehen (Flächenkonkurrenz), ermöglicht Agri-PV die Nutzung derselben Fläche für beide Zwecke. Diese Art von Agri-PV ist besonders wertvoll, da laut Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme bereits vier Prozent der deutschen Agrarflächen ausreichen würden, um den gesamten Strombedarf Deutschlands zu decken.
Schutz vor Wetterextremen
Agri-PV-Anlagen bieten landwirtschaftlichen Kulturen wertvollen Schutz vor zunehmenden Wetterextremen, die durch den Klimawandel immer häufiger auftreten. Die Solarmodule fungieren dabei als natürlicher Schutzschild gegen Hagel, Starkregen und extreme Sonneneinstrahlung. Besonders in Zeiten intensiver Hitzeperioden spenden die Module wertvollen Schatten und reduzieren die Verdunstung von Bodenwasser erheblich.

Vorantreiben der Energiewende
Agri-Photovoltaik leistet einen entscheidenden Beitrag zur deutschen Energiewende und zum Erreichen der Klimaziele. Durch die CO2-neutrale Stromerzeugung aus Sonnenenergie reduzieren Landwirtschaftsbetriebe nicht nur ihre eigenen Treibhausgasemissionen, sondern tragen aktiv zur Dekarbonisierung der Energieversorgung bei. Das Potenzial ist beeindruckend: Studien des Fraunhofer-Instituts zeigen, dass das Flächenpotenzial für Agri-Photovoltaik in Deutschland die Ausbauziele für den Klimaschutz deutlich übertrifft.
Was kosten Agri-Photovoltaik-Anlagen?
Die Kosten für Agri-Photovoltaik variieren erheblich, je nach gewähltem System und spezifischen Anforderungen des Standorts. Während bodennahe Anlagen eine kostengünstige Einstiegsmöglichkeit bieten, erfordern hochaufgeständerte Systeme eine höhere Investition. Eine gute Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit von Agri-PV-Systemen zu vergleichen, ermöglicht ein Blick auf die Gestehungskosten pro Kilowattstunde Solarstrom.
Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts sehen diese für Agri-PV wie folgt aus:
- PV-Freiflächenanlagen: 5,4 ct/kWh
- Agri-PV, bodennah: 6,03 ct/kWh
- Agri-PV, hoch > 4 m: 8,15 ct/kWh
- Agri-PV, hoch > 2,1 m: 6 ct/kWh
Die höheren Kosten der aufgeständerten Photovoltaikanlagen resultieren hauptsächlich aus der aufwendigeren Unterkonstruktion und komplexeren Installation. Dafür bieten diese Agri-PV-Systeme jedoch eine größere Freiheit bei der landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche.

Förderung und rechtliche Bestimmungen
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Agri-PV haben sich in den letzten Jahren positiv entwickelt und bieten verschiedene Fördermöglichkeiten. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Agri-PV-Anlagen geregelt, wobei bestimmte Kriterien bezüglich Anlagengröße, Leistung und Art der landwirtschaftlichen Nutzung erfüllt werden müssen. Die genauen Förderbedingungen können je nach Bundesland variieren und erfordern eine sorgfältige Prüfung der spezifischen Voraussetzungen.
Elevion Green unterstützt Sie gerne bei der Planung und Realisierung Ihrer Agri-PV-Anlage. Dabei stellen wir sicher, dass Ihre Anlage bestmöglich zu Ihrer Landnutzung passt und Sie von der maximal möglichen Förderung profitieren.
Welche Herausforderungen gibt es bei Agri-Photovoltaik
Trotz des großen Potenzials von Agri-PV müssen verschiedene Herausforderungen bewältigt werden, um ein erfolgreiches Agri-PV-Projekt zu gewährleisten. Diese reichen von technischen und wirtschaftlichen Aspekten bis hin zu rechtlichen Fragestellungen. Als erfahrener Partner für gewerbliche Energielösungen unterstützt Elevion Green Landwirtschaftsbetriebe dabei, diese Herausforderungen zu meistern und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.
- Höhere Investitionskosten: Agri-PV-Anlagen erfordern ein größeres Investment als herkömmliche Freiflächenanlagen, insbesondere bei hochaufgeständerten Systemen mit komplexerer Unterkonstruktion.
- Komplexe Anlagenplanung: Die Kombination von Photovoltaik und Landwirtschaft erfordert eine sorgfältige Abstimmung auf den Energiebedarf des Betriebs sowie die speziellen Anforderungen der Agrarfläche.
- Regulatorische Komplexität: Der rechtliche Rahmen für Agri-PV ist vielschichtig und erfordert die Berücksichtigung verschiedener Gesetze, Verordnungen und Förderbedingungen auf Bundes- und Landesebene.
Ein Blick nach vorne: Die Zukunft von Agri-PV
Die Zukunft von Agri-Photovoltaik sieht vielversprechend aus, sowohl mit Blick auf die Technologie als auch in puncto politische Weichenstellungen. Besonders viel Hoffnung macht dabei die aktuelle Forschung: Bifaziale Solarmodule, die sowohl direkte als auch reflektierte Sonnenstrahlung nutzen können, versprechen höhere Erträge bei gleicher Fläche. Auf der anderen Seite ermöglichen semitransparente Module eine noch bessere Symbiose zwischen Energieerzeugung und Pflanzenwachstum, während künstliche Intelligenz und Sensortechnik die Beschattung und Bewässerung bedarfsgerecht optimieren.
Wir glauben: Mit der wachsenden gesellschaftlichen Akzeptanz und neuen Geschäftsmodellen wird Agri-PV in den kommenden Jahren von einer Nischentechnologie zu einem der wichtigsten Bausteine der deutschen Energiewende und nachhaltigen Landwirtschaft werden.
Agri-PV-Anlage mit Elevion Green umsetzen und doppelt profitieren
Agri-Photovoltaik bietet Betrieben aus der Landwirtschaft die einzigartige Chance, ihre Agrarflächen sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für die Gewinnung von Solarenergie zu nutzen. Diese effiziente Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen bringt – bei richtiger Planung und Umsetzung – nicht nur ökologische, sondern auch spürbare wirtschaftliche Vorteile mit sich.
Als erfahrener Partner für gewerbliche Solaranlagen begleitet Elevion Green landwirtschaftliche Betriebe bei der Realisierung ihres Agri-PV-Projekts. Von der Standortanalyse über die Genehmigungsverfahren bis zur professionellen Installation übernimmt Elevion Green alle Schritte und sorgt für eine störungsfreie Umsetzung. So können Landwirtschaftsbetriebe die Chancen der Agri-PV optimal nutzen und langfristig von einer zusätzlichen, planbaren Einnahmequelle profitieren.